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Gesundheit des Auges Babesiose Coronabedingte Durchfälle bei Schlittenhunden |
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Das Überlastungsphänomen des Schlittenhundes
In dieser Grafik ist die Balance zwischen Wasseraufnahme und Wasserabgabe dargestellt. Die Angaben an der linken, senkrechten Achse zeigen den Anteil in Prozent, die absoluten Zahlen der Säulen beziehen sich auf einen Tag (24 Stunden). Die Möglichkeiten der Wasseraufnahme bestehen für den Hund durch Futter (ca. 40%) und Wasser (ca. 55%) und einem Teil aus der körpereigenen Fettverbrennung (ca. 5%), je nach Futterzusammenstellung variieren diese Anteile. Für den Wasserverbrauch gilt, dass Wasser über Kot, Urin und die Atmung ausgeschieden wird. Egal zu welcher Leistungskategorie der Hund gerechnet wird, der über den Kot ausgeschiedene Wasseranteil bleibt mit ca. 8% ziemlich konstant. Bei Durchfallerkrankungen steigt dieser Anteil natürlich drastisch an und ist im Sport auf jedenfall zu berücksichtigen!!! Je länger anhaltend die Belastung des Hundes ist, je mehr verschiebt sich der prozentuale Anteil der Wasserausscheidung vom Urin hin zur Atmung. Dies liegt darin begründet, daß ein Hund seine Körpertemperatur nicht durch Schwitzen, sondern durch Hecheln und damit Wasserverdunstung über die Schleimhäute der Zunge und des Atmungstraktes reguliert. Absolut gesehen verliert ein Hund, der ein Sprintrennen am Tag läuft 1,3 l Wasser über den Urin (Ruhezustand ca. 1 l) und 1 l über die Atmung (Ruhezustand ca. 0,5 l). Beispiel: Nach einem kalten, trockenen Wintertag am Rennsamstag folgt ein Tiefdruck mit hoher Luftfeuchte und ca. 8° C. Hier ist extreme Gefahr der Überhitzung, da die Verdunstung nur eingeschränkt funktioniert. Hier hilft nur, Hunde gut beobachten und ggf. Tempo rausnehmen! (Erste Anzeichen des Hundes, extrem starkes Hecheln bei weit aufgerissenem Fang, dabei Kopfüberstreckung). Zweites Beispiel: Warmer Frühlingstag, ca. 10°C, Sonne, Wolken, mittlere rel. Luftfeuchte. Verdunstung ist gegeben, aber hier starke Erwärmung durch die Körperoberfläche. Diese kann vermindert werden durch Anfeuchten des Fells vor dem Start oder gleiche Maßnahmen wie oben. Letztes Beispiel: Alpines Wetter, -10°, Sonne, extrem trockene Luft: Thermoregulation funktioniert optimal, aber hier besteht erhöhte Gefahr des Kreislaufkollapses durch Austrocknung, da mehr Wasser durch Hecheln als in den feucht/warmen Klimazonen abgegeben wird. Und wenn es doch passiert: Nach packenden Rennen fängt der Hund im Ziel an zu torkeln, das Herz rast, die Schleimhäute blutrot unterlaufen. Dieser Hund ist unverzüglich durch Helfer aus dem Trubel zu entfernen. Die Schleimhäute des Maules und das Fell sind mit Wasser zu kühlen oder mit Schnee einzureiben, nach Möglichkeiten den Hund führen, leicht gesalzenes Wasser anbieten, später klares Wasser, nach Möglichkeit handwarm (wird schneller aufgenommen) anbieten. In der ersten Phase des Kollapses kein Effortil, dieses erst später, wenn der Hund Wasser aufgenommen hat, da sonst Schocksymptomatik verstärkt wird. Bei einer starken Überhitzung kommt es zu irreversiblen Schäden im Thermoregulationszentrum des Hundes, d.h., der betroffene Hund wird in Zukunft schneller überhitzen und ist eventuell nicht mehr teamtauglich. Bei einem guttrainierten Team sollte direkt nach dem Ziel Wasser angeboten werden. Die Regenerationszeit kann verkürzt werden in dem 1g Glukosepolymer/kg Hund verabreicht werden. |