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VET-Corner
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Gesundheit des Auges Babesiose Coronabedingte Durchfälle bei Schlittenhunden
Doping und verbotene Substanzen Praktische Ernährung von Schlittenhunden Erste Hilfe beim Schlittenhund
Apotheke für den Schlittenhund Physiologie und Pathologie des weiblichen und männlichen Geschlechtsapparates Herpesvirusinfektion beim Hund Der Herzschlag bei Hunden
PRA Stomoxys Calcitrans
Tollwut-Titer Verletzungen
Wagenrennen aus tierärztlicher Sicht Wasserverbauch der Schlittenhunde Zwingerhusten
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DVM Dagmar Kriegler
DSSV Verbandstierarzt
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Erste-Hilfe-Maßnahmen
bei Schlittenhunden
Teil 2 - Teil 1 - Teil 3
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Inhaltsangabe
Definition Notfall
Die häufigsten Notfälle im Schlittenhundesport und erste Möglichkeiten der Behandlung
1. Verletzungen und deren Behandlung
2. Frakturen
3. Verenkungen
4. Augenverletzungen
5. Ohrverletzungen
Internistische Notfälle
1. Magendrehung
2. Akute Gastritis
3. Akuter Durchfall
Schock
Hitzschlag oder Hitzeschock
Bewustlosigkeit
Unterzuckerung
Vergiftungen
Verletzungen bei Schlittenhunden im Pfoten-, Gelenks- und Muskelbereich und Möglichkeiten der Versorgung
1. Verletzungen im Bereich der Pfoten
2. Gelenke
3. Traumen von Sehnen und Muskeln
Pfotenpflege bei Schlittenhunden
Physiotherapeutische Maßnahmen
Die Vervielfältigung oder andersweitige Verwendung ist nur mit Genehmigung des Verfassers gestattet.
DVM Dagmar Kriegler Schlamauer Str.7 14827 Wiesenburg
Tel. 033849-50461
Fax 033849-50513
vet@dssv.org
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Internistische Notfälle
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1. Magendrehung
Klinische Symptome:
Es besteht immer dann Verdacht auf eine Magendrehung, wenn der Hund stark speichelt, unruhig ist, würgt und wiederholt versucht zu erbrechen, die Taille hinter dem Rippenbogen nicht mehr vorhanden ist (es bildet sich eine trommelartige gespannte Beule). Diese Beule bildet sich bevorzugt in der linken Flanke, kann aber auch beidseitig ausgebildet sein.
Ein typisches Symptom ist die trommelartig-gespannte Haut und harte Bauchwand. Häufig tritt dies ein bis mehrere Stunden nach der Fütterung auf, kann sich aber auch bei leerem Magen entwickeln.
Große tiefbrüstige Hunde sind prädisponiert.
Was passiert?
Es kommt zu einer Aufgasung des Magens und meist zu einer gleichzeitigen Drehung desselben.
Warum ist der Zustand lebensbedrohlich?
Der Inhalt des Magens gast auf und es kommt zur Vergrößerung des Organs und zu einem starken Druckanstieg.
Es wird Druck auf die umliegenden Organe wie Zwerchfell, Herz und Lunge ausgeübt. Die Atmung wird erschwert, die Luft durch den aufgegasten Magen aus den Lungen herausgedrückt.
Atemnot und Todesangst sind die Folge. Verbunden mit dem Ablauf sind starke Schmerzen durch die Drehung der Magenwand, durch das Drehen des Gewebes und durch den Druck auf die anderen Bauchhöhlenorgane.
Da alle Organe von Blutgefäßen und Nervenbahnen versorgt werden, sorgt die Verdrehung der Nervenbahnen für zusätzliche Schmerzen. Das Abdrehen der Venen und Arterien führt in einigen Gewebsregionen zu Mangeldurchblutungen und in anderen wiederum zur Blutfülle, was zu einer Anschwellung der Gefäße führt. Als Folge entsteht ein Kreislaufschock. Nicht zuletzt kann die Magenwand unter dem Gasdruck reißen, dabei auch die Blutgefäße und Blut- und Mageninhalt ergießt sich in die Bauchhöhle.
Aus der Beschreibung des Ablaufes lässt sich die Dringlichkeit des Notfalls erkennen. Es ist ein lebensbedrohlicher Zustand und bedarf dringender tierärztlicher Hilfe.
Vorbeuge: Kein Bewegen im freien Feld oder Auslauf oder Training bis 4 Stunden nach der Fütterung.
Zu viel Futter, Magenüberladung, dem ausgewachsenen großen Hund Futterration aufteilen.
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Die Magendrehung gehört zu den wenigen, wirklich außerordentlich gefährlichen Notfällen bei Hunden.
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Durch das Umdrehen des Magens sammelt sich Gas, wodurch es zu einer plötzlichen starken Ausdehnung des Magens im Flankenbereich kommt.
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Abbildung aus 1 x 1 der Hundehaltung von Edney/Mugford, Kynos Verlag
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2. Akute Gastritis
Beim Schlittenhund entsteht eine akute Gastritis meist durch zu viel Futter gepaart mit Stress, besonders beim Rennen.
Klinisches Bild:
- akutes Erbrechen
- schmerzhafter Oberbauch
- gestörtes Allgemeinbefinden und Austrocknen des Hundes
- der Hund trinkt größere Mengen Wasser und erbricht dasselbe sofort wieder
- Welpen sind besonders betroffen
- der Brechdurchfall (Gastroenteritis) kündigt sich als Erbrechen (Gastritis) an.
Ursachen:
- Aufnahme von zuviel (Überfressen), verdorbenem oder nicht artgerechten Futter (Knochen, Schnee)
- Fremdkörper (Booties)
- Giftstoffe, Schwermetalle
- Viren (Corona, Rota, Parvo)
Akutes Erbrechen ohne Störung des Allgemeinbefindens lässt sich in den meisten Fällen durch 24-stündigen Futterentzug und verabreichen von mehreren kleinen Trinkmengen in zeitlichen Abständen beheben.
Ist der Allgemeinzustand gestört, der Hund zeigt Schmerzen oder das Erbrechen hört trotz Nahrungskarenz nicht auf, muss der Hund zur Weiterbehandlung dem Tierarzt vorgestellt werden.
Solange der Hund erbricht, sollten ihm keine Medikamente oral eingegeben werden.
Zum Notfall wird das akute Erbrechen, weil in der Differentialdiagnose auch von einem Verschluss (Ileus) bzw. von einem verschließenden Fremdkörper ausgegangen werden muss.
An eine Gastritis schließt sich oftmals eine Entzündung des Darmes (Enteritis) an, das heißt, das zusätzlich zum Erbrechen auch noch Durchfall trotz bereits eingesetzter Behandlung auftreten kann.
Dies muss der Musher wissen.
Erbrechen kann ebenfalls durch eine Gehirnerschütterung ausgelöst werden.
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3. Akuter Durchfall
Durchfall ist wie Erbrechen und Gelbverfärbung nur ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung. Nur sehr selten steckt hinter einem Durchfall ein Notfall, der sofort und auf der Stelle behandelt werden muss.
Normaler Durchfall heilt ohne Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens unter einer 24-bis 48-stündigen Nahrungskarenz spontan.
Durchfälle, die mit Nahrungskarenz und therapeutischer Unterstützung nicht innerhalb von 2 - 3 Tagen ausheilen, müssen gründlich diagnostisch untersucht werden. Der Durchfall hat
- zumindest in den ersten 48 Stunden - die Aufgabe, störende Substrate aus dem Körper zu entfernen. Diesen heilsamen Autoregulationsmechanismus sollte man nicht zur frühzeitig unterbrechen durch eine medikamentelle Behandlung, dies könnte heilungsverzögernd wirken.
Ursachensuche und klinisches Bild
Farbe, Geruch, Konsistenz, mit oder ohne Blutbeimengung, Zeitpunkt des Auftretens, Häufigkeit des Absatzes sind wichtig für die Ursachenfindung.
Differentialdiagnose
Stressdurchfall, fütterungsbedingte Ursache, bakterielle oder virologische Infektion, Parasitenbefall, Einzellerbefall, Intoxikation.
Fütterungsschema überprüfen, Möglichkeiten der Aufnahme von Giften Kühlerzusatz / Glysantin / Methaldehyd, Pflanzenschutzmittel, u. v. mehr), seuchenhaftes Geschehen.
- Nervöser Hundetyp, Unterkühlung, Schock, Stress.
Aus der Ursachenfeststellung ergibt sich der zeitliche Handlungsbedarf; wie dehydriert wirkt der Hund, wie ist die Frequenz des Kotabsatzes, verliert der Hund Blut über den Kot, ist eine sofortige Infusion erforderlich oder reicht ein einfacher Futterentzug bzw. eine Diätfütterung.
Ist medikamenteller Einsatz erforderlich oder reichen einfache Hilfsmittel wie Hüttenkäse. Bei einem stark dehydrierten Hund ist eine sofortige Hilfe in Form einer Infusion notwendig.
Bei Blutbeimengungen müssen die Ursachen so schnell wie möglich abgeklärt werden (an einen Ulcus im Magen-Darmbereich denken), Kotprobe auf ocultes Blut untersuchen lassen.
Zeitlich bemessen lässt es sich so ausdrücken, dass sich aus scheinenden Durchfall sehr schnell ein großes Problem entwickeln kann, deswegen sollte das minimale Problem so schnell wie möglich behandelt werden.
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Schock
Die meisten Notfälle sind mit einem Schock verbunden.
Was passiert bei einem Schock?
Unter einem Schock versteht man die Reaktion des Körpers, bei der sich die Blutgefäße in nicht absolut lebenswichtigen Organen wie z.B. Darm, Muskulatur, Haut verengen.
Der Blutkreislauf konzentriert sich auf lebenswichtige Organe wie Herz, Lunge und Gehirn.
Klinisches Bild:
- kalte Gliedmaße und Ohren (leichte Untertemperatur)
- pochender, schneller Puls (Normalwert zwischen 70-100 Schläge/min.)
- verlängerte Rückfüllungszeit der Kapillaren (rosa-gute Füllungszeit)
- beschleunigte Atmung (Normalwert zwischen 10-30 Atemzügen/min.)
- blasse Schleimhäute
Untersuchungsmöglichkeiten für den Musher:
Prüfen der Hauttemperatur durch Handauflegen, vergleichen mit gesunden Hunden (dafür ist es wichtig, dass man das Gefühl entwickelt, öfter Abfühlen seiner Hunde, um das Maß der normalen Körpertemperatur zu empfinden).
Nothilfe
Ein Schock erfordert eine sofortige Behandlung vor allen anderen Nothilfemaßnahmen!
Der Hund wird auf der Seite gelagert, der Kopf gestreckt und unter den Körper (Becken, Hinterpartie) wird eine Jacke, Decke o. ä. geschoben, um ihn hochzulagern.
Blutungen müssen unbedingt durch einen Druckverband gestillt werden, der Körper des Hundes muss vor weiterer Auskühlung geschützt werden (Jacke, Pullover, usw.). Anschliessend sofort Aufsuchen eines Tierarztes, der die weitere Behandlung übernimmt.
Kontrolle
Prüfung des Pulses üben am gesunden Hund an der Innenseite des Oberschenkels.
Der Normalwert liegt zwischen 70-100 Schläge pro Minute. Im Schockzustand kann es zu einer Erhöhung der Frequenz bis über 150 Schläge pro Minute kommen.
Kontrolle der Atemfrequenz, Normalwert 10 - 30 Atemzüge pro Minute
Kontrolle der Maulschleimhaut rosa-leicht rötlich spricht für einen normalen gesunden Zustand, blasse weißliche Schleimhaut für beginnenden Schock oder stärkeren Blutverlust.
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Hitzschlag oder Hitzeschock (Hyperthermie)
Während eines Longdistancerennen kann die Körpertemperatur eine Höhe von über 400C erreichen, bei einem Sprintrennen sogar um 410C. Dies sind kurzzeitige Erhöhungen, die durch die erbrachte körperliche Leistung verursacht werden.
Wenn der Regulationsmechanismus des Hundes gut funktioniert, sollte sich seine normale Körpertemperatur zwischen 37,50 C - 39,20 C innerhalb von 15 - 30 Minuten nach dem Rennen erreicht sein.
Körperliche Belastung gepaart mit hoher Außentemperatur und/oder hoher Luftfeuchtigkeit (mangelhafte Möglichkeit, durch Verdunstungskälte die Körpertemperatur zu erniedrigen) und Stress kann zu einer Hyperthermie führen.
Symptome einer Überhitzung:
- Atmen mit weit geöffnetem Fang, schnelles Hecheln (respiratorische Azidose, Gehirnödem)
- tiefe schwerfällige Atmung (10-30 Atemzüge/Minute normal)
- Abfall der Laufgeschwindigkeit (Durchhängen der Leine)
- Schwankender, unsicherer Gang mit Koordinationsstörungen
- Durchfall, Erbrechen
- erhöhte Herzfrequenz
- keine Normalisierung der Körpertemperatur innerhalb von 15-30 Minuten nach Laufende
- völliger Zusammenbruch.
Was passiert im Körper?
Durch die anhaltend Erhöhung der Körpertemperatur kommt es zu einer Veränderung des Zelleiweißes (Denkbrücke: Hühnerei in kochendes Wasser), was eine Vielzahl von pathophysiologischen Folgeschäden hat:
- Nierenversagen
- Volumenmangelschock
- Gerinnungsstörungen.
Nothilfemaßnahmen
Jede Hyperthermie bedarf einer dringenden tierärztlichen Therapie.
Der Musher muss:
- das Team stoppen
- den Hund ausspannen
- Maßnahmen zur Senkung der Körpertemperatur einleiten,
Lagerung in kühler, gut gelüfteter Umgebung, kühlen des Hundes mit Schnee oder Wasser, insbesondere in der Nackengegend und im Bauchbereich.
Auch wenn sich die Körpertemperatur wieder in den Normalbereich stabilisiert, sollte der Hund tierärztlich weiterbehandelt werden. Obwohl der Patient offensichtlich stabil aussieht, kann die schwer gestörte Zellstoffwechselfunktion zu einem tödlichem Ausgang führen.
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Bewustlosigkeit (Koma)
Unter Koma versteht man einen schlafähnlichen Zustand, bei dem sich der Hund auch nicht durch sehr schmerzhafte Reize erwecken lässt.
Ursachen
- Störungen im Bereich des Gehirnes (z.B. durch Gehirnerschütterung, raumforderne Prozesse wie Abszess, Tumor, Blutungen)
- Gehirnhautentzündung
- schwere allgemeine Infektion
- Schock
- epileptiforme Anfälle
- stoffwechselbedingt (diabetische Azidose, Hypoglykämie, Hypoxie, Unterkühlung, usw.)
- Vergiftungen
Nothilfemaßnahmen
Komatöse Hunde sind ein dringender Notfall.
Der Musher muss beim Transport des Hundes darauf achten, daß der Kopf des Hundes nicht abgeknickt gelagert wird und somit die Atemwege behindert werden. Durch eine tiefer Lagerung des Kopfes soll verhindert werden, das Erbrochenes eingeatmet wird.
Erbricht der Hund, sollte er an den Hinterextremitäten hochgehoben werden, dass sich der Mageninhalt entleeren kann.
Hunden, die im Koma liegen, darf auf gar keinen Fall Nahrung eingegeben werden.
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Unterzuckerung (Hypoglykämie)
Unter einer Hypoglykämie versteht man die Absenkung des Glukosegehaltes im Blutplasma unter die Norm.
Der Hund weist eine Verminderung der Reaktionsfähigkeit auf, die Lebhaftigkeit ist vermindert, es kommt zum Absinken der Körpertemperatur. Die Unterzuckerung zeigt sich in körperlicher Schwäche, Muskelzittern, ZNS-Störungen (Koordinierungsstörungen mit schwankendem Gang und Bewusstseinsstörungen). Wird der Zustand nicht erkannt, kann es zum Koma mit tödlichem Ausgang kommen.
Jagdhunde oder Einkreuzungen, jugendliche Hunde oder Hunde, die durch reine Fleischfütterung ernährt werden, sind anfälliger.
Ursachen
- Insulinüberdosierung bei Diabetes mellitus
- Inselzelltumoren
- Ausscheidung von Glukose über die Nieren
- Überanstrengung
- Schock, Sepsis
- Kachexie (schlechter Ernährungszustand)
- jugendliche Hypoglykämie
Nothilfemaßnahmen
Ein hypoglykämischer Patient im Koma ist ein dringender Notfall.
Ist der Hund ansprechbar und bei Bewusstsein und in der Lage etwas abzuschlucken, sollte der Musher ihm unverzüglich Zucker oder einfacher Honig in das Maul verabreichen und ihn anschließend einer gründlichen tierärztlichen Untersuchung zuführen.
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Vergiftungen
Als erstes denkt man bei Vergiftungen an die klassischen Gifte wie Arsen oder Strychnin. Dabei ist die zufällige Aufnahme von typischen Haushaltschemikalien, wie Reinigungs- oder Pflegemitteln, Medikamenten, Chemikalien für den Heimwerkerbedarf, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Unkrautvernichtungsmittel, Öl, Schmier- und Frostschutzmittel viel häufiger Ursache für eine Vergiftung.
Hat der Musher den Verdacht oder ist Zeuge geworden, dass ein Hund eine eventuell giftige Substanz aufgenommen hat, so wird dieser zum dringenden Notfall und sollte unverzüglich einer tierärztlichen Behandlung unterzogen werden.
Wichtig ist, dass die Reste des verdächtigen Stoffes, die Verpackung oder vom Hund Erbrochenes zur tierärztlichen Behandlung mitgenommen werden.
Auf diesem Weg hat man die Chance, unter Umständen mit Hilfe der Giftzentralen, gezielte Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Als Beispiel einer Vergiftung sei noch einmal etwas genauer auf die Aufnahme von Frostschutzmittel durch den Hund verwiesen. Frostschutzmittel schmecken süß, oft befinden sich Pfützen unter dem Fahrzeug und der Hund hat, wenn der Stake out direkt am Fahrzeug ist, die Möglichkeit Glysantin durch lecken aufzunehmen.
Folgene Symtome kennzeichnen eine Frostschutzmittelvergiftung: Müdigkeit, Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Ataxie, tetanische Krämpfe, Nichtansprechbarkeit, akutes Nierenversagen, kein Urinabsatz, rasante Verschlechterung.
Wichtige Informationen bei Vergiftungen:
- Welches Gift wurde aufgenommen?
- Welche Menge wurde aufgenommen?
- Wann wurde das Gift aufgenommen?
- Wie wurde es aufgenommen (Lecken, Fressen, Schnüffeln, über die Haut)?
- Welche Veränderungen hat der Musher seit der Giftaufnahme bei dem Hund festgestellt?
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Erste Hilfe - Teil 1 - Teil 2 - Teil 3
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