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Tierschutz

Empfehlungen des Tierschutzbeauftragten des DSSV

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3. Unterbringung der Hunde

3.1. Anforderungen an die Außenhaltung:

a) Der Boden sollte fest, trocken und griffig sein, wie z.B. Kies oder Waschbeton; der Kot muß 1-2 mal täglich entfernt werden.

Ungünstig sind

offener Waschbeton (zu rauh für die Pfoten)
Holz (durch Reinigen ständig feucht —> Pilzinfektionen, Ekzeme)
Naturboden im Zwinger (weiche Ballen, lange Krallen)

b) Die Hütte sollte ausgestattet sein mit

einer Liegefläche ausreichend für ausgestrecktes Liegen in Länge und Breite
einem Eingang versetzt an der Breitseite, dem Wetter abgewandt, erhöht um Sicht- und Windschutz zu bieten, Stroh drinnenzuhalten und reinpinkeln der Rüden zu verhindern
einem doppelten Boden als Isolierung und gegen Kondenzwasserbildung. Luft ist als Isolierschicht ausreichend, Flüssigkeiten können abfließen

c) Die Umzäunung erfordert

Ausbruchsicherheit
keine Verletzungsgefahren durch scharfe Ecken und Kanten, Nägel, Stacheldraht oder ähnliches
eine Zwingergröße mit Maßen mindestens nach der Verordnung über das Halten der Hunde im Freien, was beim Schlittenhund ungefähr für den ersten Hund 8 qm und für jeden weiteren Hund im selben Zwinger 4 qm wären, jeweils ohne die Fläche der Hütte gerechnet.

d) Zusätzliche Eirichtungen:

extra Sonnen-, Wind- und Wetterschutz (Baum, Schirm, Holzdach; zusätzlich zu dem Platz unter der Hütte)
erhöhte Liegemöglichkeit, z.B. Holzpaletten, Tisch, Hüttendach. Vorsicht: Sprung über den Zaun verhindern!

e) Pflege der Hunde

Frischwasser zur ständigen freien Verfügung ist eine Selbstverständlichkeit.
Bei Frost: zwei mal täglich wässern (auch nicht Rennhunde)

regelmäßige Kontrolle von

    Haut und Haarkleid: Ekzeme können entstehen durch Parasiten, falsche Futterzusammensetzung, Langeweile oder zu enge Halsbänder (wachsender Hund, Winterfell!)
    Augen, Ohren, Zähne: besteht übermäßiger Augenausfluß, Ohrenschmalz oder Zahnstein?
    Kot und Urin: ist der Kotüber mehrere Tage weich, enthält er Würmer, Schleim- oder Blutbeimengungen
    "Kleidung" des Hundes: Halsband und Geschirr nach Bedarf austauschen, trocknen, und auch mal waschen!

3.1.1 Beziehung des Mushers zu seinen Hunden:

Das Wohlbefinden des Hundes hängt unabhängig von der Art der Unterbringung (Wohnung, Zwinger, Anhängung) entscheidend von der Qualität der Beziehung Mensch/Hund ab!

Die Hunde müssen (ganzjährig) körperlich und mental beschäftigt werden. Für den Hund ist primär Qualität und weniger Quantität von Bedeutung.

Beispiele hierfür könnten sein

körperlich: Auslauf, Freilauf, Gassigehen, Training, Rennen

mental: Arbeiten mit jedem einzelnen Hund: Leinegehen, Komm, Sitz, Platz

    Das Erfolgserlebnis "mein Musher ist zufrieden mit mir" in der Unterordnung und im Sport steigert den Ehrgeiz des Hundes
    fördert Bindung, Kontakt und Ansprechbarkeit des Hundes (beim Rennen weniger Angststreß für den Musher, daß ein Hund "auskommt")
    steigert die Achtung des Hundes vor seinem Musher, bessere Disziplin

Zum Leinegehen: An der Leine nicht ziehen heißt nicht, daß der Hund dann auch im Geschirr weniger zieht. Der Hund unterscheidet sehr wohl zwischen Gassigehen und Training.
Zum Herkommen: Der Hund unterscheidet auch Folgen im Garten und im Freigelände! Ein in der Umzäunung folgsamer Hund muß nicht zwangsläufig auch draußen folgen!

Merke: Es ist das, was Du 330 Tage im Jahr mit Deinen Hunden tust, in denen Du keine Rennen fährst, womit Du die Rennen gewinnst! (frei nach Martin Buser)

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