|
||||
|
||||
|
Better-Mushing breitet sich aus Wer Better-Mushing-Berichte verfolgt, der weiß, dass diese inzwischen standardisierte Seminarform ein Kind von Mush with P.R.I.D.E. ist und dieses MwP ein Organisationsdach aller Schlittenhundesport-bezogenen Verbände in Deutschland (AGSD, DCNH, DSSV, SHC, SSD, TCE) in Punkto Verantwortungsbewusst umgehen mit Schlittenhunden. Und dazu gehört u.a. auch das Ziel, sein Team kontrolliert fahren zu können. Sigi Schiemann DEMENTI !!! Es ist nicht wahr, dass Teilnehmer an einem Better Mushing Seminar durchgefallen sind, wenn sie an einer Station des Parcours scheitern. Es fällt auf, dass gerade Noch-Nicht-Teilnehmer Eigenartiges über das noch nicht erlebte Seminar erzählen, obwohl die Berichterstattung der Realität unwidersprochen im Husky veröffentlicht wurde und wird. Was mag der Grund nur sein??? Sigi Schiemann 2 x Better Mushing Klein aber fein in Ebenhofen bei MLA Es gibt für alles ein erstes Mal: Sigi Schiemann |
||||
|
Better Mushing September 2004 Nachfragen zur Neuregelung für die DSSV-Startberechtigung 1. Benötigen auch AGSD- oder sonstige Musher/innen, die an DSSV-Rennen teilnehmen, den Better-Mushing-Seminarnachweis? 2. Müssen deutsche Musher/innen, die im Ausland leben, ebenfalls den Teilnahmenachweis erbringen? 3. Müssen ausländische Musher/innen, die an DSSV-Rennen teilnehmen wollen, auch den Nachweis erbringen? Sind das Ausnahmen? Warum gilt das nicht für alle? 4. Wie verhält sich das mit den Referenten für die Seminare? Sigi Schiemann / -cki |
||||
Wer hätte das gedacht? |
||||
|
90% der DSSV-Verbandstags-Teilnehmer machen den erfolgreichen Besuch eines Better Mushing I Seminars zur Voraussetzung der DSSV-Musherlizenz ab 2006/7 |
||||
|
Zwei Informationen vorweg: Die Teilnehmer an den bereits stattgefundenen Better Mushing I Seminaren (soweit diese den gerade festgelegten Standards entsprachen) dürfen natürlich kommende Seminare wieder besuchen, aber sie müssen nicht... Zwar wurde über diese Seminare stets im Husky ausführlich berichtet. Doch gedruckt heißt nicht immer gelesen und neue Mitglieder sind auch dazugekommen. Darum stelle ich in dieser und den kommenden Ausgaben Schritt für Schritt die Konzeption vor. |
||||
|
Better Mushing Seminare Entwicklung einer konstruktiven Idee aus negativen Erfahrungen |
||||
|
1995 griff der DSSV die Idee der Dog Care Guidelines von Mush with P.R.I.D.E. Fairbanks auf und gründete mit den Schlittenhundeorganisationen AGSD, SHC und TCE das Gemeinschaftsprojekt Verantwortungsbewusst leben mit Schlittenhunden/Mush with P.R.I.D.E. Seit 2003 gehören auch der DCNH sowie der SSD dazu, also alle Schlittenhundeorganisationen in Deutschland. Unter den Gesichtspunkten, den Anforderungen des Tierschutzes gerecht zu werden, vor allem aber der Verantwortung unseren vierbeinigen Sportpartnern gegenüber, war es erklärtes Ziel, sowohl die Öffentlichkeit als auch unsere Mitglieder zu erreichen. Die Medien waren eine 16seitige Broschüre, die verbandsintern und öffentlich verbreitet wird, sowie Seminare für Mitglieder. Erfahrene Musher vermittelten darin ihr Wissen in Vorträgen und Diskussion. Nach einigen Jahren war jedoch zu erkennen, dass nur ein bestimmter Teil der Musher dies Seminarangebot freiwillig wahrnahm und sich obendrein kein merklicher Erfolg in der Praxis auf Rennen erkennen ließ. Dieses Problem wurde von Lutz Binzer öffentlich gemacht. Die Diskussion über eine Art Musherführerschein wurde engagiert in unseren Fachzeitschriften, auf der Schlittenhundemesse und auf den Stake Outs geführt. Dies ließ rasch die Notwendigkeit eines praxisbezogenen Seminars erkennen, mit dem neben dem Ziel, ein schnelles Team zu fahren, ein weiteres Ziel in die Köpfe der Musher gepflanzt werden sollte: Sein Team generell, also in den verschiedensten Situationen kontrolliert und somit verantwortungsvoll fahren zu können. Lutz Binzer, Sigi Schiemann und Heini Winter entwickelten zuerst in Theorie und dann in Praxis einen entsprechenden Seminar-Prototyp. Die Better Mushing Seminare waren geboren und gingen 1998 mit Unterstützung des SSVB Schlittenhundesport-Verband Bayern im Hofoldinger Forst bei München in Erprobung. |
||||
|
Better Mushing - |
||||
|
Als beim allerersten Better Mushing Seminar alle Teilnehmer trotz strömenden Regens bis zum Ende gegen 15 Uhr ausharrten, da wussten wir, dass wir ins Schwarze getroffen hatten und die Bewertungsbogen der Teilnehmer drückten das ebenfalls aus. Bei den nachfolgenden Lehrgängen behielten wir also das Grundkonzept bei und versuchten Verbesserungen im Detail. So konnten wir die Erfahrungen kumulieren und lernten einiges... Z. B. war es nicht einfach, immer wieder einen beherzten Hundebesitzer für die Station kleiner Kläffer zu finden und wir mussten die Kommunikation zwischen den beiden Posten zum Head on passing sicherer gestalten. Wir erkannten die Bedeutung der ganztägigen permanenten Versorgung mit Essen und Trinken, die viel zur Atmosphäre eines Musherfestes beitrug - ein wichtiges Gegengewicht zum konzentrierten Arbeiten. Die Einweisung der Posten zum Tun und Lassen musste verbessert werden und die rennmäßig pünktliche Bereitstellung des Teams am Start wurde als Station Null vorangestellt. Wir erfuhren etwas über die Grenzen des Wachstums: So waren die ersten Jahre in Bayern die Seminare gut besucht, weil etliche Musher fast jedes Jahr wiederkamen. Doch dann war dieses Potential ziemlich erschöpft und der Rest konnte gerade zu den angebotenen Terminen nicht, wusste schon alles oder hatte Angst, sich zu blamieren. Daneben entwickelten wir mit der Verbandstierärztin Dagmar Kriegler den Prototyp von Better Mushing II, das sich nach dem gleichen Muster der Ersten Hilfe beim Schlittenhund widmete und begeistert aufgenommen wurde. Und wir stießen auf das Problem der begrenzten Zahl an Referenten. |
||||
|
Die Notwendigkeit der Standardisierung |
||||
|
Stell Dir vor, es gibt ein gutes Seminar und nur wenige gehen hin ... . Nun, auf diese Weise ließe sich die Fähigkeit der Mushermehrheit nicht auf das angestrebte Niveau heben, auf dem es normal sein würde, dass der Musher sein Team in Standard- und Ausnahmesituationen kontrollieren kann. Die guten Erfahrungen der Seminarteilnehmer und die konstante Bewerbung trug zur Überraschung aller Früchte: Auf dem DSSV-Verbandstag 2003 stimmten 90% für den Antrag, die Teilnahme an einem Better Mushing I Seminar zur Voraussetzung für die DSSV-Musherlizenz zu machen - ab der Saison 2006/07. War bisher die Standardisierung dieses Seminartyps eine Frage des Vermarktens, bei dem ein Artikel unter dem gleichen Namen die gleiche Beschaffenheit und Qualität bietet, so ist spätestens nach dem DSSV-Verbandstagsbeschluss klar, dass für Variationen zwischen den Veranstaltungen enge Grenzen gelten müssen. Denn die Anforderungen zur Erlangung der Musherlizenz müssen schon aus Gründen der Fairness für alle DSSV-Musher gleich sein - egal wann und wo sie das Seminar besuchen. Und zahlreiche Better Mushing Seminare in ganz Deutschland werden wir brauchen, um allen Mushern die Teilnahme zu ermöglichen Diese Konzeption, von Lutz Binzer, Sigi. Schiemann und Heini Winter getragen, soll die Voraussetzung hierfür schaffen. |
||||
|
Das unverzichtbar Besondere an Better Mushing Seminaren |
||||
|
Sie befassen sich ausschließlich mit den Anforderungen unseres Sportes in Normal- und Ausnahmesituationen. |
||||
|
|
Einer praxisnahen und spontan aufnehmbaren Menge an Theorie zum Verständnis |
|||
|
|
Dem Erleben der Situationen mit dem eigenen Team in kontrollierten Stationen |
|||
|
|
Dem gemeinsamen Aufarbeiten aller dabei gemachten Erlebnisse und Fragen |
|||
|
Sie werden ausschließlich von kompetenten Referenten geleitet, die selbst im Schlittenhunde-Sport erfahren sind. Um beurteilen zu können, was diesen Seminaren förderlich oder hinderlich ist und was man von ihnen erwarten darf, muß man die Ziele voranstellen: |
||||
|
Ziele der Better Mushing I Seminare |
||||
|
1. |
Einsicht in die Notwendigkeit, sein Team kontrollieren (beherrschen, mental steuern) zu können, um unseren Sport verantwortbar gegenüber unseren Hunden, den Sportkameraden, Zuschauern und auch Unbeteiligten gegenüber betreiben zu können. |
|||
|
2. |
Erkennen der Möglichkeiten, mit einem Team die verschiedensten Situationen meistern zu können, wenn jeder Hund ansprechbar ist. Erkennen der eigenen Defizite und der Defizite der |
|||
|
3. |
Erfahren der Lernfähigkeit und der Lernbegeisterung unserer Hunde. |
|||
|
4. |
Erfahren von Lern/Lehr-Methoden und dem Gestalten von kontrollierten und gesicherten Fehler- und Lernsituationen. |
|||
|
5. |
Erfühlen der Freude für Musher und Hunde, diesen Weg zu gehen. |
|||
|
6. |
Das Entstehen von Konsens über die Notwendigkeit eines Qualitätslevels für Musher und Hunde. |
|||
|
7. |
Das Entstehen von Interesse an weiteren Ausbildungen, Seminaren und anspruchsvolleren Trainingszielen. |
|||
|
8. |
Last not least: Dass die Musher diesen Problemsituationen nicht zum ersten Mal auf Rennen, Tour oder im Training und ganz allein auf sich gestellt begegnen. |
|||
|
Musherlizenz für die kommende Saison |
||||
|
Mit einem Brief an alle BMU-Vollmitglieder und -Jugendliche habe ich am 12.9.03 darüber informiert, dass für die Saison 2003 /04 erstmals die Aktualisierung der Musherlizenz und die Bestellung neuer Musherpässe nicht mehr über Euren Mitgliedsverein läuft, sondern durch Eure Bestellung direkt bei der DSSV-Geschäftsstelle bis zum 20.10.03 mit dem zugesandten Formular. Nun, bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe Mitte Oktober war der Rücklauf noch recht dürftig. Schaut man sich die abnehmenden Teilnehmerzahlen bei den Rennen der letzten Saison an, so dürften einige Musher den aktiven Rennsport beendet haben, mehr als neue hinzukamen. Andere konnten sich wohl noch nicht entscheiden, finden das Formular nicht mehr oder keine Briefmarke, meinen es gehe noch immer über ihren Verein oder haben es einfach vergessen. Wer in der kommenden Saison auf einem Rennen starten möchte, der braucht eine aktuelle Musherlizenz des DSSV. Auch der AGSD -Musherpaß wird zwar anerkannt, reicht jedoch nicht, um in die DSSV-Rangliste zu kommen. Ein späteres Nachbestellen in der Saison könnte Euch einen Start verpassen, weil gerade alle im Schnee sind und belastet die Ehrenamtlichen zusätzlich. Darum: Sigi Schiemann |
||||