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Schlittenhunde - ABC

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BILDARCHIV
Uli Schlotterbeck

Gerd Bittl in Kötschach-Mauthen

Vom Welpen zum Hund

von Eberhard Trummler

1. und 2. Woche
vegetative Phase

Angeborenes Verhaltensinventar von erster Lebensminute an! Strampeln, Maulöffnen, Rufen, Kriechen, Suchpendeln, Fellbohren, Milchtritt, Abstemmen, Lecksaugen, Geruchsprägung an Zitzen; keine sozialen Kontakte, kein Umweltbezug, kein Lernen.

3. Woche
Übergangsphase

Riechleistung nimmt zu; Augen und Ohren öffnen sich zwischen 9. und 16.Tag; Seh- und Hörfähigkeit zwischen 19. und 21. Tag. Erster Umweltbezug, erstes Kennenlernen von Mutter und Geschwistern. Kriechlaufen.

4. bis 7. Woche
Prägungssphase

Reifen der arteigenen Bewegungs- und Ausdrucksweisen; volle Sinnesleistung. Durchbruch erster Milchzähne, feste Nahrung zusätzlich. Neugierde und Lerntrieb, angeborene Lernbegabung; im Vordergrund stehen Beißspiele, Kampfspiele, Bewegunsspiele. Erste Eingliederung in die Gemeinschaft erfolgt über Prägungsvorgänge, ebenso die erste Bindung an den Menschen. Hunde ohne menschlische Kontakte in dieser Zeit bleiben für immer scheu! Erkunden der nahen Umgebung unter starker Heimbindung. Absetzen zwischen Beginn der 7. und Ende der 8. Woche.

8. bis 12. Woche
Sozialisierungsphase

Weitere Entwicklung des Sozialverhaltens im Spiel, häufigere Spiele des Nahrungserwerbs und erste Meutespiele, sexuelle Spiele. Hundeeltern erziehen die Welpen. Erkunden der weiteren Umgebung, geringere Heimbindung. Jetzt muß Mensch-Hund-Beziehung ausgebaut werden! Welpen wenigstens kurzfristig von den Geschwistern trennen. Einführen in die menschlische Umwelt. Erziehung zur Reinlichkeit. Erstes spielerisches Lerntraining legt zukünftige Lernfreudigkeit fest. Aufbau der "Mensch-Hunde-Meute", sonst bleibt der Hund mehr an die Hundekontakte gebunden: Mensch als disziplinierter Meute- und Eltern-Kumpan.

13. bis 16. Woche
Rangordnungsphase

Lösung von der Eltern- und Heimbindung im Freileben. Weiteres Umherstreifen, Lausbubenalter. Austrag der Rangordnung untereinander. Jetzt muß die Vorherrschaft des Menschen als Rudelführer durchgesetzt werden. Übergang vom Spiel zum disziplinierten Verhalten. Täglich 15 Minuten - kleine Gehorsamsübungen (Unterordnung) langsam aufbauen.

5. bis 6. Monat
Vorpupertätsphase

Neigung zur Selbständigkeit, oft Erziehungsschwierigkeiten. Bildung fester Partnerbindungen.

7. bis ca. 12. Monat
Pupertätsphase

Dauer ist rasseabhängig; mit erster Läufigkeit der Hündin ist die Phase abgeschlossen. Beinheben beim Rüden, Deckfähigkeit setzt ein.

Beginn der Ausbildung